|
|
|
|
|
|
Archiv
|
|
Aktuelles aus 2006
|
|
Kostenlose Beratung zu Biotreibstoffen
Biokraftstoffportal bietet umfassende Informationen zu Pflanzenöl, RME und weiteren Biotreibstoffen - Biomasseverein als regionaler Partner eingebunden
|
|
Im Biokraftstoffportal, einem von der Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe geförderten Gemeinschaftsprojekt, haben sich unabhängige Fachexperten aus acht Bundesländern zusammengeschlossen, um aktuellste Informationen zum Thema Biokraftstoffe zu vermitteln.
Biokraftstoffportal-Startseite
Neben einem umfangreichen Online-Lexikon werden wichtige Hinweise zu Fördermöglichkeiten sowie Veranstaltungstips gegeben. Interessierte Land- und Forstwirte können von der Möglichkeit einer kostenlosen Fachberatung Gebrauch machen.
Unser Verein ist als regionaler Partner der Sächsischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) im Rahmen des Beratungsprogramms aktiv. Ergänzend zu den Leistungen der LfL-Fachexperten bieten wir allen interessierten Land- und Forstwirten die Möglichkeit zur Besichtigung der dezentralen Rapsölpresse in der Agrargenossenschaft "Bergland" Clausnitz. Interessenten sind jederzeit herzlich willkommen.
Pflanzenölpresse in Clausnitz
Anmeldung zur Besichtigung
|
|
Veranstaltungshinweise
Auch im Oktober und November können Interessierte unter einer ganzen Reihe von Veranstaltungen rund um das Thema Biomasse wählen. Unser Verein präsentiert Ihnen eine kleine Auswahl.
|
|
Auch im Oktober und November finden eine Vielzahl interessanter Veranstaltungen rund um das Thema Biomasse statt. Wir möchten an dieser Stelle stellvertretend auf die folgenden, in den nächsten Wochen im sächsischen Raum geplanten Veranstaltungen verweisen.
27. Oktober 2006 | Nossen | 5. Fachtagung “Kraftstoff Pflanzenöl Aus der Landwirtschaft - für die Landwirtschaft” |
Auf der traditionsreichen, in den Räumlichkeiten des Ökozentrums Nossen stattfindenden Fachtagung treffen sich auch in diesem Jahr Fachleute aus allen Teilen Deutschlands, um neueste Erkenntnisse und Erfahrungen auf dem Gebiet der dezentralen Pflanzenölherstellung und -verwendung auszutauschen. Im Mittelpunkt der diesjährigen Vorträge stehen Erfahrungsberichte und Analysen zum motorischen Pflanzenöleinsatz in landwirtschaftlichen Maschinen.
näheres zu dieser Veranstaltung finden Sie hier...
02./03. November 2006 | Freiberg | Innovationsforum “Stoffwandlung in Gase im Bereich der Energieverfahrenstechnik”
Die vom Freiberger FIRE e.V. organisierte Veranstaltung informiert im ersten Themenkomplex (02.11.) ausschließlich zu Fragen der Vergasung von Biomassen mithilfe dezentraler und zentraler Anlagentechnik. In einem zweiten Themenkomplex werden Aspekte der Vergasung von Abfall und Kohle behandelt. Es besteht weiterhin die Möglichkeit zur Teilnahme an Exkursionen zu ausgewählten, interessanten Anlagenbeispielen in der Region Freiberg.
näheres zu dieser Veranstaltung finden Sie hier...
06./07.November 2006 | Tharandt | Fachtagung “Anbau und Nutzung von Bäumen auf landwirtschaftlichen Flächen”
Die Koordinatoren der BMBF-Verbundprojekte AGROWOOD - AGROFORST und DENDROM laden in diesem Jahr erstmals zu einer gemeinsamen Fachtagung nach Tharandt ein. Im Mittelpunkt der Fachvorträge stehen Aspekte des Anbaus, der Technik und Wirtschaftlichkeit von Energieholzplantagen auf landwirtschaftlichen Flächen. Am zweiten Veranstaltungstag wird zudem Gelegenheit gegeben, die Energieholzflächen in Methau bei Colditz zu besichtigen.
näheres zu dieser Veranstaltung finden Sie hier...
09.November.2006 | Köllitsch | Informations- und Präsentationsveranstaltung “Pflanzenöl-BHKW”
Pflanzenöl-BHKW zur dezentralen Strom- und Wärmeerzeugung könnten insbesondere Landwirten eine interessante Alternative bzw. Ergänzung zu bestehenden betrieblichen Stoff- und Energiekreisläufen bieten. Die von der Sächsischen Landesanstalt für Landwirtschaft organisierte Veranstaltung informiert u.a. zu technischen Grundlagen, Aspekten des EEG und Bezugsmöglichkeiten von Rapsöl. Gunter Hantschmann aus Leipzig gibt einen Praxisbericht vom Betrieb eines Pflanzenöl-BHKW. Während und im Anschluss der Veranstaltung präsentieren Hersteller von Pflanzenöl-BHKW ihre Produkte und Serviceleistungen.
näheres zu dieser Veranstaltung finden Sie hier...
[Text: Ronny Fischer]
|
|
In Eigener Sache
Internetseite des Biomassevereins erwartet einhunderttausendsten Besucher
|
|
Erst im Juni 2005 gestartet, erwartet unsere Internetseite voraussichtlich noch im Oktober 2006 ihren einhunderttausendsten Besucher.
Grund genug, all unseren Besuchern, Stammgästen, Link- und Netzwerkpartnern, freundlichen Weiter-Empfehlern und Unterstützern ein dickes Dankeschön für das bisher entgegengebrachte Vertrauen und gezeigte Interesse auszusprechen.
Wir sind natürlich auch weiterhin im Rahmen unserer Möglichkeiten bestrebt, www.biomasse-freiberg.de als Internetangebot weiter auszubauen. Für diesbezügliche Kritiken, Anregungen oder Hinweise sind wir Ihnen in jedem Falle dankbar, denn nur so kann die Seite noch praxisnäher und besucherfreundlicher gestaltet werden.
Durch den regen Zuspruch bestärkt, haben wir die besonders gern besuchte Seite -Anlagen- nun um die Steckbriefe der Pflanzenölpressen in Clausnitz und Grosshartmannsdorf sowie der Biogasanlage der AGRO Produkt Leubsdorf GmbH erweitert. Ein Reinschauen lohnt sich in jedem Falle.
Auch das Fotoarchiv wurde um Bilder zweier Biogas-BHKW (Grosshartmannsdorf) sowie der 5000t-Rapsölpresse (ebenfalls in Grosshartmannsdorf) aufgestockt.
Wir würden uns freuen, wenn Sie auch weiterhin ab und an vorbeischauen und uns weiterempfehlen würden. Sie können unsere Seite übrigens ganz bequem zu Ihren Favoriten hinzufügen, indem Sie einfach diesen Link klicken.
Mit den besten Grüßen
Ihr Ronny Fischer
|
|
Veranstaltung mit Tradition
Vom 7. bis 8. September findet in Freiberg die 12. Internationale Fachtagung "Energetische Nutzung nachwachsender Rohstoffe" statt.
|
|
In diesem Jahr findet vom 7. bis 8. September 2006 in Freiberg bereits die
12. Internationale Fachtagung "Energetische Nutzung nachwachsender Rohstoffe" statt.
Gemeinsame Veranstalter sind die TU Bergakademie Freiberg sowie die TU Dresden, das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, die Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft und das Institut für Agrartechnik Potsdam-Bornim.
Die traditionsreiche Veranstaltung unter der Schirmherrschaft des Sächsischen Staatsministers für Umwelt und Landwirtschaft, Stanislaw Tillich, bietet allen Interessierten auch in diesem Jahr wieder ausreichend Gelegenheit, sich umfassend über neueste Entwicklungen aus dem Fachbereich der energetischen Biomassenutzung zu informieren. Die Palette der diesjährigen Fachvorträge reicht von Aspekten des EEG aus Sicht eines regionalen Energiedienstleistungsunternehmens über den Stand der energetischen Getreide- und Strohverwertung bis hin zur Vorstellung marktreifer Holzvergasertechnik. Weiterhin seien beispielhaft die angekündigten Vorträge zur Pelletherstellung in Nordwest-Russland, zu Methoden und Abrechnungsverfahren von Holz zur energetischen Nutzung oder auch zur sinnvollen Kombination moderner Holzheizungen mit solarthermischen Anlagen genannt.
Zum vollständigen Programm gelangen Sie hier: [pdf 287 kB]
Direkt zum Anmeldeformular gelangen Sie hier: [pdf 172 kB]
Weitergehende Informationen finden Sie auf der offiziellen Veranstaltungshomepage: www.bioenergie-sachsen.de
[Text: Ronny Fischer]
|
|
Kohle aus dem Dampfkochtopf [Pressemitteilung der Max-Planck-Gesellschaft]
Mit einem neu entwickelten Verfahren lässt sich pflanzliche Biomasse ohne Umwege vollständig in Kohlenstoff und Wasser umarbeiten.
|
|
Stroh, Holz, feuchtes Gras oder Laub über Nacht in Kohle umzuwandeln - das erinnert zunächst an den Stein der Weisen, mit dem die Alchemisten des Mittelalters mindere Stoffe zu Gold machen wollten. Doch es funktioniert tatsächlich: Markus Antonietti, Direktor am Potsdamer Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung, hat ein Verfahren entwickelt, mit dem sich pflanzliche Biomasse ohne Umwege und komplizierte Zwischenschritte vollständig in Kohlenstoff und Wasser umarbeiten lässt. Das Verfahren – „hydrothermale Karbonisierung“ genannt – könnte die Grundlage für eine nachhaltige und umweltneutrale Energiewirtschaft liefern.
Abb.: Der Erfolg liegt auf der Hand: Füllt man Biomasse, zum Beispiel Grünzeug, in ein Druckgefäß, gibt ein paar Brösel Katalysator dazu und erhitzt das Ganze unter Luftabschluss auf 180 Grad Celsius, erhält man nach zwölf Stunden das schwarze Pulver aus Kohle-Nanokügelchen. (Bild: Norbert Michalke)
Der Kohlenmeiler, den Markus Antonietti konstruiert hat, funktioniert im Prinzip wie ein Dampfkochtopf. Und das Kochrezept für Kohle ist verblüffend einfach: Das Druckgefäß wird mit beliebigen pflanzlichen Produkten gefüllt, also etwa mit Laub, Stroh, Gras, Holzstückchen oder Pinienzapfen. Dazu kommen noch Wasser und eine Prise Katalysator. Dann wird der Topf geschlossen und das Ganze unter Druck und Luftabschluss für zwölf Stunden auf 180 Grad erhitzt. Nachdem die Mischung abgekühlt ist, wird der Topf geöffnet: Er enthält eine schwarze Brühe – feinstverteilte kugelförmige Kohlepartikel in Wasser.
Sämtlicher Kohlenstoff, der in dem Pflanzenmaterial gebunden war, liegt nun in Form dieser Partikel vor, als kleine, poröse Braunkohle-Kügelchen: Sie können direkt oder (was effektiver wäre) in Brennstoffzellen verfeuert werden, aber auch zur Produktion von Benzin, Dieselöl oder anderen Chemikalien dienen. Da die hydrothermale Karbonisierung nicht schlagartig abläuft, lassen sich während des Prozesses außerdem interessante Zwischenprodukte gewinnen: Schon nach wenigen Minuten findet man in dem Druckgefäß eine Vorstufe von Erdöl, und während einer späteren Phase bildet sich reiner Humus.
Bestechend ist die Tatsache, dass all diese Umwandlungen ohne jeglichen Verlust an Kohlenstoff ablaufen, das Verfahren demnach mit hundertprozentiger Kohlenstoff-Effizienz arbeitet. Und dazu kommt noch, dass der Karbonisierungsprozess exotherm funktioniert, also selbst noch Energie liefert. Er ist damit allen anderen Methoden, aus Biomasse Energie zu ziehen, weit überlegen und könnte den Weg zu einer absolut umweltneutralen Energiewirtschaft eröffnen.
Was in Antoniettis Apparatur geschieht, die Bildung von Braunkohle, läuft auch in der Natur ab, dort allerdings ungleich langsamer, im Verlauf von Jahrmillionen. Diesen Prozess zu kopieren erforderte zunächst, ihn im Kern zu verstehen – auf molekularer Ebene, wie der Max-Planck-Direktor erläutert: „Pflanzliche Biomasse besteht letztlich aus Kohlenhydraten, aus Zuckerbausteinen, die sehr viel Energie enthalten. Es musste also gelingen, diese Zuckermoleküle in Kohlenstoff und Wasser zu zerlegen – in einem chemischen Prozess, der dann nicht nur Kohlenstoff als Energieträger liefert, sondern bei dem auch noch die in den Zuckermolekülen steckende Energie frei wird.“
Und weil dieser Prozess auch noch um einiges rascher als in der Natur ablaufen sollte, bedurfte es eines Katalysators, der die Aufspaltung der Zuckermoleküle in Kohlenstoff und Wasser um ein Vielfaches beschleunigte: In diesem Katalysator, der in kleinen Prisen dem Inhalt des Dampfkochtopfs zugesetzt wird, steckt das eigentliche Geheimnis der „Wunderkohle“ aus Potsdam. Zu wünschen bleibt nur noch, dass dieser Katalysator auch die Wende hin zu einer nachhaltigen und umweltneutralen Energiewirtschaft beschleunigen kann.
Quelle: MPG
Weitere Infos:
- Originalveröffentlichung:
XJ. Cui, M. Antonietti, SH. Yu, Structural effects of iron oxide nanoparticles and iron ions on the hydrothermal carbonization of starch and rice carbohydrates, Small 2 (6), 756 (2006).
- Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.
- Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung, Potsdam
- Weitere Literatur:
SH. Yu, XJ. Cui, LL. Li, K. Li, B. Yu, M. Antonietti, H. Colfen, From starch to metal/carbon hybrid nanostructures: Hydrothermal metal-catalyzed carbonization, Advanced Materials 16 (18), 1636 (2004).
|
|
Besuch aus Ungarn und Tschechien: Landwirtschaftsschüler zu Gast in Clausnitz
(vom 26.07.2006)
|
|
Eine Exkursion führte Berufsschüler aus Tschechien und Ungarn am 25. Juli in den Betrieb der Agrargenossenschaft “Bergland” in Clausnitz. Die vom Biomasseverein Freiberg und dem Amt für Landwirtschaft in Freiberg Zug gemeinsam organisierte Veranstaltung findet nunmehr im 5. Jahr statt und ist bereits zu einer guten Tradition geworden. Clausnitz ist fest gebuchter Besuchspunkt im Rahmenprogramm der jährlich stattfindenden Berufspraktika der tschechischen und ungarischen Landwirtschaftsschüler. Ziel des Besuches war es, die jungen Leute über Potentiale und technische Lösungen zur energetischen Biomassenutzung am Beispiel der Agrargenossenschaft “Bergland” zu informieren und für die erneuerbaren Energien zu begeistern.
 |
Hierzu informierte Lothar Eckardt als Vorstandsvorsitzender über Werdegang, Struktur und aktuelle Produktionszweige des Clausnitzer Agrarunternehmens. Während eines anschließenden Rundganges sprach Ronny Fischer über Stand und technische Möglichkeiten der Nutzung Erneuerbarer Energien in Deutschland. Dabei konnten die beiden Clausnitzer Biogasanlagen wie auch die Pflanzenölpresse in Augenschein genommen und Fragen gestellt werden, wovon intensiv Gebrauch gemacht wurde.
[Text & Bilder: Ronny Fischer]
|
|
enviaM zu Gast beim Biomasseverein: Energieunternehmen hält Vortrag zu Stromhandel und Netzbetrieb
(vom 17.07.2006)
|
|
Auf Einladung unseres Vereins hielten Vertreter des Energieversorgers und Netzbetreibers enviaM am 12. Juli zwei interessante Vorträge. Im Rahmen der in den Räumen des Gründer und Innovationszentrum Freiberg stattfindenden Veranstaltung wurden unter anderem Aspekte und Mechanismen des Stromhandels sowie des Netzbetriebs in Mitteldeutschland angesprochen und erörtert. Eine angeregte Diskussion zwischen Vortragenden und Zuhörern kam insbesondere beim Thema Netzsicherheitsmanagement auf. Ein herzlicher Dank gilt den Dozenten, Herrn Matthes und Herrn Diener, die trotz tropischer Temperaturen für eine gelungene und äußerst informative Veranstaltung sorgten.
[Text: Ronny Fischer]
|
|
Sächsische Landunion informiert sich in Clausnitz über Stand der energetischen Biomassenutzung
(vom 03.07.2006)
|
|
Eine erweiterte Landesvorstandssitzung führte Vertreter der Landunion Sachsen* am 29. Juni in die Räume der Agrargenossenschaft “Bergland” in Clausnitz. In einem ersten Tagesordnungspunkt informierten sich die Teilnehmer am Clausnitzer Beispiel über den aktuellen Stand der Nutzung erneuerbarer Energien und die bedeutende Rolle, welche die sächsiche Landwirtschaft hier zukünftig spielen wird. Lothar Eckardt, Geschäftsführer der Agrargenossenschaft “Bergland” und zweiter Vorsitzender unseres Vereins, legte in einem Vortrag den Werdegang seines Betriebes, der heute energetisch nahezu autark arbeitet, dar. Angefangen hatte alles Anfang der neunziger Jahre mit einer betriebseigenen Strohheizung und zwei Windkraftanlagen. Heute betreibt die Agrargenossenschaft darüber hinaus unter anderem zwei Biogasanlagen und in Kooperation mit der benachbarten Agrargenossenschaft in Nassau eine Ölmühle zur Herstellung eigenen Biokraftstoffs auf Rapsölbasis. Lothar Eckardt führte aus, dass insbesondere der Schaffung kleiner regionaler Energie- und Stoffkreisläufe in Sachsen noch mehr Augenmerk geschenkt werden müsse. Dies sei keine Erfindung der Neuzeit, vielmehr sind Landwirte auch in der Vergangenheit bereits Energiewirte gewesen, müssten dieses Bewußtsein angesichts rasant steigender Energiepreise nun jedoch neu entwickeln. Politik kann helfen, den Prozess hin zu mehr regionaler Energieerzeugung zu befördern, indem aktuelle Rahmenbedingungen erhalten und teilweise auch verbessert werden.
|

|

|
|
Lothar Eckardt macht vor seinen Zuhörern der Landunion Sachsen Ausführungen zur energetischen Biomassenutzung in der Landwirtschaft
|
In einer anschließenden Betriebsführung hatten die zahlreich angereisten Vertreter der Landunion Gelegenheit, einige der beschriebenen Anlagen vor Ort zu besichtigen. Ronny Fischer hatte darüber hinaus Gelegenheit, unseren Verein und seine Arbeit vorzustellen und auf die Dringlichkeit einer nachhaltigen und umweltorientierten Energiewende hinzuweisen, nicht zuletzt, weil diese auch handfeste wirtschaftliche Vorteile für die Region beschert.
*Die Landunion Sachsen ist ein für Deutschland einmaliger Zusammenschluss von engagierten Mitgliedern der Christdemokratischen Partei. Das Gremium hat sich insbesondere der Förderung des ländlichen Raums und der hier maßgeblich wirtschaftenden Zweige der Land-und Forstwirtschaft verschrieben.
[Text & Bilder: Ronny Fischer]
|
|
Veranstaltung mit dem Energieversorger und Netzbetreiber enviaM am 12. Juli
(vom 27.06.2006)
|
|
In idealer Ergänzung unserer Vortragsreihe “Vom Landwirt zum Energiewirt aus rechtlicher Sicht” kann der für den 12. Juli geplante Vortrag der Netzbetreiber des Energieversorgers enviaM angekündigt werden. Als Referenten haben Herr Diener und Herr Matthes zugesagt, welche in ihrer Funktion als envia-Abteilungsleiter Portfoliomanagement/Planung sowie Netzeinspeisung bestens über die aktuelle Einspeise-Situation in Mitteldeutschland informiert sind. Die dezentrale Erzeugung und Einspeisung von Strom, -unter anderem aus Biogas-, boomt. Vor diesem Hintergrund werden auch die Optionen und Mechanismen des Stromhandels für bereits bestehende oder zukünftige EE-Anlagenbetreiber immer interessanter. Hier nun die Vortragsthemen der Veranstaltung im Einzelnen:
- Aspekte des Stromhandels
- Grundlagen des Stromhandels - Strom-Handel am Spotmarkt - Strom-Handel am Terminmarkt - Risikomanagement - Kraftwerkseinsatz - Bilanzkreismanagement - Stromhandel bei enviaM - Gesetzliche Grundlagen
- Einspeisesituation in das Netz der envia Netz / „Biomasse-Situation“ in Sachsen-Anhalt
- Das EEG 2004
- Das Netzsicherheitsmanagementsystem (NSM) der envia Netz …zur Umsetzung der Netz- und Systemsicherheit gemäß Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) im Einklang mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist für jeden Interessierten möglich und kostenfrei.
Datum: Mittwoch, den 12. Juli 2006 von 14:00 – 17:00 Uhr
Ort: Gründer und Innovationszentrum Freiberg (Gizef II) - Anfahrtskizze (Gewerbegebiet Süd) Am St. Niclas Schacht 13 09599 Freiberg
Einladung zum Ausdrucken: [46 k]
Text: Ronny Fischer
|
|
Fortsetzung der Vortragsreihe “Vom Landwirt zum Energiewirt aus rechtlicher Sicht”
(vom 20.06.2006)
|
|
Unserer Vortragsreihe “Vom Landwirt zum Energiewirt aus rechtlicher Sicht” mit dem Dozenten RA Dr. Maslaton aus Leipzig, wird am 23. Juni im Gründer und Innovationszentrum Freiberg ihre Fortsetzung finden. Behandelt werden unter anderem Aspekte der Einspeisevergütung und der sicheren Vertragsgestaltung bei Planung, Bau und Betrieb von Biogasanlagen. Alle Interessierten seien nochmals herzlich zu dieser Veranstaltung eingeladen.
Termin: 23.06.2006 14:00 - 17:00 Uhr | Ort: Gründer und Innovationszentrum Freiberg, Am St. Niclas Schacht 13 Teilnahmegebühren: Ermäßigt 10,- Euro | Voll 20,- Euro | nähere Informationen: Herr Fischer 03731/ 781-115
Text: Ronny Fischer
|
|
Bulgarische Maschinenbauer auf Biomasse-Exkursion
(vom 01.06.2006)
|
|
Eine bulgarische Delegation von Maschinenbauern informierte sich in Sachsen über den Stand des hiesigen Maschinen- und Anlagenbaus sowie neueste Technologien der Nutzung regenerativer Energien. Die als Dozenten in bulgarischen Hochschulen einer Lehrtätigkeit nachgehenden Ingenieure besuchten im Rahmen ihres mehrwöchigen Aufenthalts in Deutschland auch den Landkreis Freiberg.
Der Verein zur Förderung von Biomasse veranstaltete hierbei eine Führung zu ausgewählten Objekten seines Arbeitsgebietes. Sachkundiger Begleiter und Führer der Gruppe war Ronny Fischer, der den südosteuropäischen Gästen vor Ort Technik und
|

|
|
Bulgarische Maschinenbauer auf Biomasse -Exkursion im Landkreis Freiberg
|
|
Vorteile erneuerbarer Energien erläuterte. Wesentlichster Exkursionspunkt dieses Tages waren die Anlagen der Agrargenossenschaft “Bergland” in Clausnitz (Rechenberg-Bienenmühle). Beeindruckt zeigten sich die bulgarischen Maschinenbauer insbesondere von den technischen und wirtschaftlichen Dimensionen, welche die energetische Nutzung von Biogas durch Landwirtschaftsbetriebe in Sachsen bereits erreicht hat. Etwas befremdet nahmen die Ingenieure jedoch auch zur Kenntnis, dass Pflanzenöl, -nicht nur in Bulgarien ein unverzichtbares Grundnahrungsmittel-, in Deutschland sowie vielen anderen EU-Ländern immer vorrangiger auch als Treibstoff Anwendung findet. Trotz dessen war das gezeigte Interesse auch an der Clausnitzer Ölmühle gross. Nicht zuletzt dank einer hervorragenden Dolmetscherin zeigten sich die Gäste sehr zufrieden über den Exkursionsverlauf und stellten sich abschließend zum Gruppenfoto. |
|
Großdemonstration gegen geplante Besteuerung von Biokraftstoffen in Berlin
(vom 15.05.2006)
|
|
Auch wenn uns das von Erik Ferchau freundlicherweise zugesandte Foto täuschen könnte, es waren es weit mehr als vier Teilnehmer zur Grossdemonstration gegen eine Besteuerung von Biokraftstoffen am 10. Mai nach Berlin gekommen. Mehrere tausend Demonstranten, unter ihnen Landwirte, Ölsaatenverarbeiter, Spediteure, Bundes- und Landtagsabgeordnete, Vertreter von Verbänden und Vereinen machten auch durch Vorführung schwerer Technik klar, dass die Steuerpläne der Regierung längst keinen wirtschaftlichen Zwerg, sondern eine zukunftsweisende und gerade am Wachsen begriffene Industriebranche treffen würden. Alle Biokraftstoffe, seien sie nun erster oder zweiter Generation, haben einen berechtigten Anspruch auf einen Teil des stärker regenerativ geprägten Energiemixes der Zukunft. Deutschland gehört auf dem Gebiet der Entwicklung und Einführung alternativer Kraftstoffe nach wie vor zur Weltspitze. Doch gut Ding will auch Weile haben. Noch müssen vor einer flächendeckenden Verbreitung und Anwendung der meisten reinen biogenen Treibstoffe technische und logistische Optimierungsprozesse folgen. Auch die Zündkerze wurde nicht zeitgleich mit dem Ottomotor entwickelt. Den jungen Baum Biokraftstoffe jetzt zu zertreten, bevor er etwas später reiche (Steuer-)Früchte tragen kann, wäre mehr als nur unklug.
Außerdem: auch einem chronisch klammen Finanzministerium muss klar sein, dass es im Gegensatz zum Import teurer Mineralöle einer der wesentlichsten volkswirtschaftlichen Vorteile biogener Treibstoffe ist, die deutsche Aussenhandelsbilanz nicht negativ zu belasten. Einfach ausgedrückt: Geld bleibt im Land, kann hier und nicht anderswo Wachstum generieren. Auch Mitglieder unseres Vereins haben in Anlagen zur dezentralen Rapssaatenverarbeitung investiert und den Zusagen zur Steuerbefreiung bis 2009 Vertrauen geschenkt. Vertrauen in die Glaubwürdigkeit und Verlässlichkeit politischer Entscheidungsträger, das nun nachhaltig erschüttert wird.
Ein dritter Aspekt tritt vor der leidlichen Steuerdiskussion fast in den Hintergrund: ein weiterhin ungebremstes Freisetzen des seit Jahrmillionen in fossilen Lagerstätten gebundenen Kohlenstoffs wird die Natur mit Sicherheit verkraften, ob dies die Menschheit auch vermag, darf zumindest angezweifelt werden. Insbesondere auch in der bevölkerungsreichen Bundesrepublik Deutschland wird an Orten gesiedelt, die im Falle eines Klimawandels unbewohnbar zu werden drohen. Der Bundesregierung muss daher an langfristigen Strategien zu mehr Energieeffizienz und zur Weiterentwicklung aller regenerativen Energien mehr als gelegen sein. Nicht zuletzt, weil der gesamtvolkswirtschaftliche Schaden, den zukünftige Wetterextreme gerade in Deutschland verursachen könnten, um ein Vielfaches höher wäre, als der kurzzeitige Nutzen, den geringe Mehreinnahmen durch übermäßige Besteuerung Erneuerbarer Energien heute einbringen können.
Text: Ronny Fischer | Foto: E. Ferchau
|
|
Biomasseverein führt Jahresabschlussversammlung durch
(vom 05.04.2006)
|
|
Am 3. April 2006 führte unser Verein seine Jahresabschlussversammlung in den Räumen des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft in Freiberg Zug durch.
Tagesordungspunkte waren unter anderem ein Rückblick auf Aktivitäten unseres Vereins im zurückliegenden Jahr 2005, der Kassenbericht für 2005, die Vorstellung des Finanzplanes für das Jahr 2006 sowie die Entlastung des Vorstandes.
Der bisherge Vorstandsvorsitzende Lothar Eckardt als auch sein Stellvertreter Professor Bernd Helmich baten im Verlauf der Versammlung aus zeitlichen Gründen um Entbindung von ihren bisherigen Funktionen. Innerhalb des Vorstandes kam es darum zu personellen Veränderungen. Zum neuen Vorstandsvorsitzenden wurde bis zur nächsten anstehenden Wahl Stefan Grunig gewählt. Das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden wird nun durch Lothar Eckardt wahrgenommen. Herr Professor Helmich steht dem Vorstand weiterhin als Mitglied zur Verfügung.
Es sei herzlich allen Mitgliedern für die engagierte Arbeit gedankt, die sie in 2005 zur Förderung von Biomasse und aller weiteren Erneuerbaren Energien im Sinne unserer Region, der beteiligten Unternehmen und der Öffentlichkeit geleistet haben. Besonderer Dank gilt auch allen Unterstützern unseres Vereins.
Text: Ronny Fischer
|
|
Veranstaltung “Vom Landwirt zum Energiewirt aus rechtlicher Sicht” war gut besucht
(vom 27.02.2006)
|
|
Zu einer Veranstaltung, in deren Verlauf rechtliche Aspekte bei der Erzeugung umweltfreundlicher Energien beleuchtet wurden, lud unser Verein am 24. Februar zusammen mit dem Fachverband Biogas ins Gründer und Innovationszentrum Freiberg ein. Referent war Rechtsanwalt Dr. Maslaton aus Leipzig, der unter anderem Lehrbeauftragter für das Recht der erneuerbaren Energien an den Technischen Universitäten Chemnitz und Bergakademie Freiberg ist.
Im Verlauf der Veranstaltung, die als Auftakt einer Vortragsreihe geplant ist, wurde dem teilweise von weither angereisten Fachpublikum eine Vielzahl rechtlicher Fragestellungen rund um Planung, Bau und Betrieb von Biogasanlagen nahegebracht.
An welchen Standorten ist eine Biogasanlage planungsrechtlich zulässig?
Welche Anforderungen stellt der Privilegierungstatbestand des § 35 Abs. 1 Nr. 6 BauGB an Außenbereichsvorhaben?
Welche Voraussetzungen müssen unter Bezugnahme auf die aktuelle Rechtsprechung bezüglich der Nachhaltigkeit der Landwirtschaft erfüllt sein?
Welche Probleme ergeben sich aus der Rückbauverpflichtung und diesbezüglicher Sicherung?
Ein zweiter großer Komplex der Auftaktveranstaltung befasste sich mit der Problematik des Netzanschlusses . Die Schwerpunkte lagen dabei auf den Fragestellungen:
Gesetzliche Netzanschluss- und Abnahmepflicht – welche Rechte und welche Pflichten folgen aus ihr?
Wann benötige ich ein Netzmanagement um ans Netz zu kommen?
Wer trägt die Kosten für den Netzanschluss?
Netzanschlussverträge der Netzbetreiber – welche Klauseln bergen welche Risiken?
Die Veranstaltung wurde mit Finanzmitteln des Programms Leader+ Osterzgebirge und logistisch durch das Gründer und Innovationszentrum Freiberg unterstützt.
Text: Ronny Fischer
|
|
“Tanklust ist ein Ort der Ideen - Biomasseverein machte mit beim Aktionstag rund ums Pflanzenöl
(vom 03.02.2006)
|
|
Am 31. Januar wurde "tanklust" als offizieller "Ort der Ideen" ausgezeichnet. Als Sieger im Standortwettbewerb "365 Orte im Land der Ideen" präsentierte sich die Initiative um Sascha Wagner an diesem Tag der Öffentlichkeit und den Medien mit einem Aktionstag rund um den Kraftstoff Pflanzenöl. Unter dem Motto "Solare Mobilität in der Solarhauptstadt Freiberg" gab es von 10 bis 17 Uhr in der "Alten Mensa" Vorträge, Diskussionen, Technikvorführungen und Kinderangebote. Als Gastredner sprach neben Lothar Eckardt unter anderem auch Thomas Kaiser von den Vereinigten Werkstätten für Pflanzenöltechnologie ( VWP), der bekannteste deutsche Experte in Sachen Pflanzenöl. Auf dem Freiberger Obermarkt präsentierten sich ab 14 Uhr Pflanzenöl- Fahrzeuge, die an einer mobilen Tankstelle öffentlichkeitswirksam betankt wurden. Die zukünftigen Pflanzenölfahrer waren zu einer "Kinderuni" eingeladen, außerdem gab es den ganzen Tag über Spiele und Basteleien mit verschiedenen Ölen. Und weil Pflanzenöl ein völlig ungiftiger natürlicher Kraftstoff ist, durften die Kleinen sich auch selbst als Tankwarte ausprobieren und anschließend auf einem auf Pflanzenölbetrieb umgerüsteten Schlepper der Agrargenossenschaft “Bergland” Clausnitz mitfahren.
Bereits seit drei Jahren wirbt "tanklust" für die Umrüstung von Fahrzeugen auf den nachwachsenden Kraftstoff, der nicht nur umweltfreundlicher als Biodiesel ist, sondern auch wesentlich besser schmeckt.
So startete die kleine Initiative im Oktober 2005 das bundesweit erste Carsharing mit Pflanzenöl-Fahrzeugen.
"365 Orte im Land der Ideen" ist eines der zentralen Projekte der Standortinitiative "Deutschland- Land der Ideen" von Bundesregierung und der deutschen Wirtschaft, mit der sich Deutschland im Jahr der Fußballmeisterschaft als modern, weltoffen und innovativ präsentieren will. An jedem Tag des Jahres 2006 stellt sich einer der 365 Orte aus Wissenschaft, Kultur und Wirtschaft mit einer besonderen Veranstaltung der Öffentlichkeit vor. "tanklust.de" ist dabei in illustrer Gesellschaft: zu den 20 sächsischen Siegern gehören die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, die Porzellanmanufaktur Meißen und die Lange Uhren Glashütte GmbH.
Weitere Informationen rund um die tanklust - Initiative finden Sie hier
Text: Ronny Fischer Fotos: E. Mildner | Detlev Müller
|
|
|
|
Fotoarchiv | Mitglied werden | Spenden | Impressum | Haftungsausschluss | Zu Favoriten hinzufügen
|
|
|