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Deutsche Bank erkennt Zukunftstrend Bioenergie

08. August 2005

Der Energietisch Altenberg machte uns auf den folgenden interessanten Artikel aufmerksam:

Der Energietisch Altenberg machte uns auf den folgenden interessanten Artikel aufmerksam:

Prof. Norbert Walter - Chefvolkswirt der Deutschen Bank erkennt Zukunftstrend Bioenergie

(von JAN KAI DOBELMANN)

Frankfurt am Main, Taunusanlage 12, Zentrale Deutschen Bank, 35. Stock Pressekonferenz der DB-Research zum Thema Bioenergien für die Zeit nach dem Öl.

Die erneuerbaren Energien kommen hoch hinaus. Sicher ist es auch den hohen Ölpreisen zuzurechnen, dass sich ein erhebliches Medieninteressean Bioenergie einstellt, ist sie doch bisher die einzige speicherbare Energieform, mit der sich Autofahren, Heizen und Strom erzeugen lässt.  

Prof. Norbert Walter und Dr. Josef Auer von DB-Research haben diese Vorteile erkannt und eine Studie zum Thema Bioenergie angefertigt, die auf die gesamten Vorteile dieses CO2-neutralen Energieträgers verweist.

In der Einschätzung der Deutsche Bank Research heißt dies: "Bio-Energien sind die Alleskönner unter den erneuerbaren Energien, denn nur Biomasse ist gleichermaßen zur Erzeugung von Elektrizität, Wärme und Kraftstoffen geeignet. Wachstumspotenzial ist nicht nur im Wärmemarkt vorhanden, Bio-Kraftstoff wäre ab einem dauerhaften Ölpreis von 100 USD/Barrel schon jetzt mit heutiger Technik konkurrenzfähig.

Erneuerbare bieten auch Land- und Forstwirten eine interessante Einkommensalternative. Wenn aus ihnen künftig moderne "Energiewirte" werden, können Einkommensperspektiven im ländlichen Raum stabilisiert werden. Bio-Energien sind zwar kein Allheilmittel, doch eine stärkere Aktivierung der Bio-Potenziale kann den Energiemix der Zukunft spürbar verbessern." Die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie begrüßt das Aufzeigen der Perspektive Bioenergie durch die Deutsche Bank ausdrücklich. "Es ist schon richtungsweisend, dass eine solche Studie zum Ersten mal nicht aus rein wissenschaftlicher oder aus landwirtschaftspolitischer Sicht, sondern aus wirtschaftlichen Erwägungen eines Finanzinstitutes heraus erstellt wird." erklärt DGS-Präsident Jan Kai Dobelmann, der bei der Pressekonferenz anwesend war.  Die lesenswerte DB-Research Studie greift dabei trotz des Titels auch weiter als nur den Treibstoffmarkt zu erfassen.  Dazu Gunnar Böttger, Koordinator DGS-Infokampagne Altbausanierung: "Als besonders wichtig haben wir in der DB-Research Studie den Schwerpunkt Bio-Wärme für Gebäude durch CO2-neutrale Pellets- oder Holzheizungen empfunden. Dies belegt, dass in der Studie wichtige Zukunftsimpulse antizipiert wurden und sich fachlich damit deutlich positiv von den üblichen Potenzialstudien abhebt. Ein hieraus resultierendes stärkeres finanzielles Engagement der Banken für CO2-Einsparung durch Bioenergie wäre deshalb wünschenswert."

Die vollständige DB-Research Studie zum Thema Bioenergie finden Sie im Internet unter diesem Link: