QS-Projekt - “Umsetzung eines Qualitätssicherungssystems bei der Produktion, Herstellung und Anwendung von Rapsölkraftstoff”

Hochsilos der Ölmühle Großhartmannsdorf,
Bild: Archiv Biomasseverein

Eine hohe Pflanzenölqualität ist für einen erfolgreichen Einsatz in modernen Dieselmotoren, die auf Pflanzenölkraftstoff angepasst sind, unerlässlich. Mit der geplanten Einführung von Abgas- nachbehandlungssystemen (Partikelfilter) für Landmaschinen ab dem Jahr 2011 und der Abgasvorschrift TIER IIIB ist eine weitere Verschärfung der Vornorm DIN 51605 zu erwarten (PICKEL et al. 2008, KAISER 2009).

Aufbauend auf mehreren Forschungsprojekten, die auf die Gewinnung von Erkenntnissen zur dezentralen Verarbeitung von Rapssaat abzielten, hat der Verein zur Förderung von Biomasse und nachwachsenden Rohstoffen Freiberg e.V. das Projekt “Umsetzung eines Qualitätssicherungssystems bei der Produktion, Herstellung und Anwendung von Rapsölkraftstoff” durchgeführt.

Ziel des Vorhabens ist die beispielhafte Anwendung eines Systems zur Absicherung der reproduzierbaren Qualität von Rapsölkraftstoff in zwei dezentralen Ölpressen im Freistaat Sachsen. Aufbauend auf dem Qualitätssicherungssystem für Rapsölmühlen vom Technologie- und Förderzentrum Straubing (TFZ) wurde ein Entwurf für ein universelles Qualitätssicherungssystem (QSS) angefertigt.

Zur Ermittlung der Wirtschaftlichkeit der dezentralen Rapskuchen- und Rapsölkraftstoffproduktion wurde ein Excel-Kalkulationsmodell erstellt. Dabei ist der Weg von der Erzeugung bis zur Nutzung oder Vermarktung der Produkte darstellbar. In diesem Modell können die gesamte Wertschöpfungskette sowie auch Teilbereiche einzeln betrachtet werden.

Quelle: Abschlussbericht: “Qualitätssicherung dezentraler Ölmühlen”